Prävention

Präventivarbeit des Jugendpfarramts
1. Juleica-Ausbildung
2. Schulungen von Jugendlichen in den Gemeinderäumen und
Unterschreiben der Selbstverpflichtung
3. Erweiterte Führungszeugnisse
4. Weitere Ideen zur Präventionsarbeit

Näheres zu den verschiedenen Veranstaltungen finden Sie unten auf dieser Seite.

Zuständig für Präventivarbeit in unserem Kirchenkreis ist die

* Fachstelle Prävention im Ev.-luth. Kirchenkreis Hamburg-West/SH

Präventionsbeauftragte Beate Pfeiffer

Ochsenzoller Straße 85, 22848 Norderstedt, Tel. 040 357 778 10
praevention@kirchenkreis-hhsh.de

* Die Ev. Kirche in Deutschland (EKD) hat hilfreiche Handreichungen entwicklt:
                    
Hinschauen helfen handeln        Risikoanalyse        Unsagbares sagbar machen

* UNA – Unabhängige Ansprechstelle
Unabhängige Ansprechstelle (UNA)
Tel. 0800 – 0220099 (kostenfrei)       Mail bitte an: una@wendepunkt-ev.de
montags 9–11 Uhr, mittwochs 15–17 Uhr

 

Zur Arbeit im Jugendpfarramt zum Thema Prävention sexualisierter Gewalt:

1. In der Juleica-Ausbildung
ist die Präventionsarbeit fest implementiert.
In Einheiten wie z. B. Machtgebrauch und -missbrauch oder Rollenspiele zum Thema „Nähe und Distanz“ lernen Jugendliche, sexualisierte Grenzverletzungen und tätliche Übergriffe wahrzunehmen und sich dazu zu verhalten. Auf der Juleica sprechen wir auch die Selbstverpflichtung der Nordkirche durch und sie kann vor Ort unterschrieben werden.
Oder/Und Jugendliche laden das Jugendpfarramt in ihre Gemeinde ein, um in der Gruppe der Jugendleiter*innen die Selbstverpflichtung gemeinsam zu lesen, sich auszutauschen und sie dann zu unterschreiben.

2. Um die Prävention zu vertiefen und auf eine breite Basis zu stellen, haben wir  ein Schulungskonzept erarbeitet, das wir den hauptamtlichen Mitarbeitenden und ihren Jugendleiter*innen anbieten und das in einigen Kirchengemeinden schon erfolgreich gelaufen ist (Pinneberg, Sülldorf-Iserbrook, Waldenau, Groß Flottbek …). Mit verschieden spielerischen und kognitiven Methoden werden Themen wie Grenzwahrnehmung, sexualisierte Gewalt und deren Prävention vermittelt.
Am Ende der Einheit lesen wir gemeinsam die „Selbstverpflichtung der Nordkirche“. Dann gibt es die Möglichkeit, die Verpflichtung zu unterschreiben. Die Selbsterverpflichtung bleibt bei den hauptamtlich Mitarbeitenden der Jugendarbeit in der Gemeinde.

3. Die Vorlage von erweiterten Führungszeugnissen
für haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende in der Kinder- und Jugendarbeit wird durch die Nordkirchliche Verwaltungsvorschrift zur Kindeswohl- gefährdung von Allen gefordert. Das Jugendpfarramt unterstützt diese Vorschrift und das Vorlegen eines erweiterten Führungszeugnis, um zu signalisieren, dass auf den Schutz der Kinder und Jugendlichen in kirchlichen Räumen geachtet und das Thema Prävention ernstgenommen wird.
Hier ist der Link zum Antragsformular gemäß § 30a Abs. 2 Bundeszentralregistergesetz (BZRG). Der Antrag lässt sich ganz einfach online bearbeiten: Antrag anklicken,  Datei öffnen und Datei beschreiben:
Antrag auf erweitertes Führungszeugnis

Für Hauptamtliche werden die Kosten für die erweiterten Führungszeugnisse von der Gemeinde übernommen.
Erweiterte Führungszeugnisse müssen alle fünf Jahre erneut vorgelegt werden.

Gemeinsam mit Präventivmaßnahmen wie Schulungen und Selbstverpflichtungserklärungen sind erweiterte Führungszeugnisse ein Qualitätsmerkmal. Damit es in den Gemeinden bei der Frage nicht zu Missverständnissen oder Ungleichgewichtungen kommt, wer ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen muss und wer nicht, empfiehlt das Jupfa, diese von allen Mitarbeitenden, die in der Kinder- und Jugendarbeit tätig sind bzw. Freizeiten mit Übernachtungen begleiten, einzufordern.

4. Eine sehr niederschwellige Präventionsmaßnahme
für Kinder und Jugendliche in den Gemeinden könnte eine Plakataktion sein, die sich an das Plakat „Mein Körper gehört mir…!“ der „Schleswiger Werkstätten“ anlehnt. Das Plakat zeigt in einfachen Bildern und klar verständlichem Text, dass sich niemand grenzverletzend verhalten darf. Das Besondere an diesem Plakat ist, dass Personen abgebildet sind, die sich verpflichtet haben, diese Grundsätze zu achten und als Ansprechpartner*innen zur Verfügung zu stehen. Das Jupfa überlegt, eine entsprechende Plakataktion für den Kirchenkreis Hamburg-West/Südhostein zu initiieren. Geklärt werden muss, welche Personen darauf abgebildet sein könnten (Propst, Jupfa, Gemeindeälteste, Präventionsbeauftragter …).

Vernetzt und bereichsübergreifend arbeitet das Jugendpfarramt im Arbeitskreis „Prävention sexualisierter Gewalt“ des Kirchenkreises Hamburg-West/Südholstein mit.

Das Jugendpfarramt wurde vom Arbeitskreis in die „AG-Fortbildung“ delegiert. Diese Arbeitsgruppe erarbeitet eine Strategie und verschiedene Module, um jede*n Mitarbeiter*in unseres Kirchenkreises, seien sie hauptamtlich oder ehrenamtlich, zum Thema „Prävention Sexualisierte Gewalt“ zu schulen.
Gleichzeitig sind wir auch hamburgweit mit dem Thema im Gespräch: Evangelische Jugend Hamburg [EJH] und auch mit den Kolleg*innen der Arbeitsstelle Ev. Jugend des Kirchenkreises Hamburg-Ost.

Es gibt seit Herbst 2014 die Unabhängige Ansprechstelle, an die man sich wenden kann, wenn man Erfahrungen, Begegnungen und Grenzverletzungen mit sexualisiserter Gewalt erlebt hat. Sie arbeitet unabhängig von der Kirche und nimmt somit eine andere Perspektive ein:
Unabhängige Ansprechstelle (UNA)
Mail bitte an: una@wendepunkt-ev.de
Tel. 0800 – 0220099 (kostenfrei)
montags 9–11 Uhr, mittwochs 15–17 Uhr.
Auf Hamburger Ebene ist das Jugendpfarramt bei der Vereinbarung zur Umsetzung des § 72a SGB VIII zwischen der [EJH] und der BASFI beteiligt.